Aufgaben und Ziele

Der Tenniskreis Darmstadt – Partner seiner 27 Vereine

Tennis ist toll“ – das war vor einer Reihe von Jahren der Slogan des Hessischen Tennisverbandes und seiner Organe. Er wurde geprägt in einer Zeit, als der Himmel für Zuwachsraten in diesem Sport noch keine Grenzen kannte. Boris Becker und Steffi Graf waren die Vorbilder der damaligen Zeit. Sie lockten Tausende neuer Mitglieder in die Vereine. Jeder wollte versuchen, mit dem kleinen gelben Ball genauso elegant umzugehen, wie seine Idole. Als innerhalb natürlicher Zeiträume die Grafs und Beckers aus dem sportlichen Rampenlicht verschwanden und adäquate Nachfolger nicht vorhanden waren, entstand ein schwarzes Loch. Wir alle wissen heute, wie schwer es dem deutschen Tennis fiel, wieder Anschluss an die Weltspitze zu finden, bis eine Angelique Kerber und ein Alexander Zverev es in die Top 10 schafften. Wir in Südhessen haben zusätzlich „unserer“ Andrea Petkovic die Daumen gedrückt, als sie „ganz oben“ dabei war.

Das wirkte sich natürlich auch auf die Entwicklung in den Vereinen aus; die satten Zuwachsraten früherer Jahre wurden kleiner. Die Mitgliederentwicklung war rückläufig, es wurde geklagt, es wurde gestöhnt – allerdings auf einem hohen Niveau. Das ist bei der unveränderten Attraktivität des Tennissports schwer verständlich, es zeigt aber, wie groß u. a. der Einfluss von Vorbildern, von Idolen auf Entwicklungen sein kann.

Tennis ist auch heute noch toll! So sehen es zumindest die knapp 7.000 Tennisspielerinnen und Tennisspieler (davon über 2.300 Jugendliche), die ihren Sport in den 27 Tennisvereinen oder Tennisabteilungen des Tenniskreises Darmstadt (TK 11) ausüben. Tennis hat sich längst aus der einst elitären Ecke hin zum Breiten- und Freizeitsport entwickelt, wobei neben dem reinen Sport auch gesellschaftliche und gesellige Elemente ihren Stellenwert haben.

Jugendarbeit wird auf Vereins- und Kreisebene besonders groß geschrieben. Trainingsangebote für Einsteiger und Fortgeschrittene gibt es in jedem Verein. Sprechen Sie mit der Jugendwartin / dem Jugendwart und lassen Sie sich individuell beraten. Ein Probetraining ist meist obligatorisch und immer sinnvoll.

Das Kadertraining für talentierte Jugendliche der fünf südhessischen Tenniskreise ist im Rahmen des Talentförderkonzeptes des Tennisbezirks beim Tennisbezirk Darmstadt angesiedelt. Hier gibt es einen „Förderkader“ und einen „Leistungskader“. Entsprechend des Alters und der persönlichen Spielstärke wird hier ein qualifiziertes Gruppentraining angeboten.

Neben vielen sportlichen Aktivitäten in den Vereinen, die die Jugendlichen in erster Linie hier binden sollen, führt der Tenniskreis Darmstadt zusätzliche Veranstaltungen durch:

  • die Kreismeisterschaft,
  • das Kreispokalturnier und
  • die Kreis-Hallenmeisterschaft

mit alljährlich großem Zuspruch. Die Besten jeder Altersklasse, die alle drei Turniere gespielt haben, werden vom Tenniskreis im Rahmen eines Sonderwettbewerbs zu einem Trainingstag in die Waske-Tennis-University eingeladen. Das Motto heißt „Trainieren wie die Profis“; die Jugendlichen erkennen, was es heißt, in den „oberen Etagen“ der Ranglisten dabei zu sein.

Die Jugendlichen und Erwachsenen der einzelnen Vereine können an den hessischen Mannschaftswettbewerben (Medenrunde) auf Kreis-, Bezirks- oder Landesebene teilnehmen, bei denen es um sportliche Leistungen, um Aufstieg in die nächst höhere Klasse oder auch – es gibt im Sport keine Einbahnstraße – um den Abstieg geht. Die Spielleiter / -innen auf Kreis- und Bezirksebene achten darauf, dass das Regelwerk der „Wettspielordnung“ eingehalten wird.

Seit Jahren finden im Tenniskreis Darmstadt enge Kooperationen zwischen Vereinen und Schulen statt, mit dem Ziel den Tennissport in den Schulsport zu integrieren oder ihn im Rahmen von Projektwochen /-tagen Kindern und Jugendlichen näherzubringen. Diese Aktivitäten gewinnen im Zusammenhang mit dem Thema „Ganztagsschule“ zunehmend an Bedeutung. Außerdem haben wir uns als Tenniskreis die Nachwuchsgewinnung und die Nachwuchsförderung zur strategischen Aufgabe gemacht. Die Kooperation von Vereinen und Schulen spielt dabei eine wichtige Rolle.

In der praktischen Zusammenarbeit kommen die Kinder und Jugendlichen auf die Tennisanlagen der Vereine und haben erste Kontakte mit dem kleinen gelben Ball. Bei den jüngeren Teilnehmern geht es hauptsächlich um Spaß an der Bewegung, Koordination und spielerisches Heranführen ans Tennis. Hier fördern wir Kinder ganz allgemein, indem wir helfen, den Schulsport um eine Facette zu erweitern. Natürlich bemühen wir uns dabei, die Kinder für unseren Sport zu begeistern und auch nach der Schule auf den Tennisplatz zu „locken“. Andere Sportarten machen es uns schon lange vor. Wer im Schulsport präsent ist, hat auch eine gute Chance in der Freizeit unserer Kinder eine Rolle zu spielen.

Die Ausgestaltung von Schultennis erfolgt vor Ort. Der örtliche Tennisverein vereinbart mit zum Beispiel der Grundschule eine Zusammenarbeit im Rahmen des regulären Sportunterrichts oder in Form von Schnuppertagen, Projektwochen oder AGs.

Als Tenniskreis können wir auf vielfältige Art und Weise unterstützen:

  • Mit den richtigen Ansprechpartnern
  • Bei Fragen der Finanzierung (wer übernimmt welche Kosten?)
  • Mit Ideen zu geeigneten Räumlichkeiten
  • Beim personellen Einsatz, mit Lehrern, Trainern und Assistenztrainern
  • Mit Übungsmaterialien
  • und natürlich mit der Erfahrung aus zahlreichen Schulkooperationen

Für Kindergartenkinder bieten einige Vereine seit kurzem „Tennistraining“ im Rahmen einer „Ballschule“ an. Grundlage ist dabei das Modell „Heidelberger Ballschule“, ein Konzept für die Kleinsten, das vom Sportinstituts der Uni Heidelberg entwickelt und den Vereinen vom Tenniskreis im Jahre 2014 vermittelt wurde. Es geht dabei natürlich nicht um „klassisches“ Tennistraining; es soll vielmehr der spielerische Umgang mit kleinen und großen Bällen vermittelt werden. Es geht um die ganzheitliche Ausbildung von Kindern in ihrer geistigen, emotionalen und motorischen Entwicklung, der Vermittlung von Ballgefühl und Ballkoordination, der soziale Einbindung in Sportspielgruppen und vieles mehr. Natürlich wünschen sich die Vereine, das es letztendlich der Tennisball ist, der im Mittelpunkt der sportlichen und freizeitlichen Entwicklung steht.

Tennis ist nicht nur ein Sport für junge Leute. Es gibt kaum einen Sport, der eine so große altersmäßige Bandbreite abdeckt wie Tennis. In vielen Vereinen dominieren sogar die „Oldies“, die Gruppe der 50 – 60 jährigen, wobei es keine Seltenheit ist, dass auch 70- oder sogar 80jährige noch mit großer Begeisterung Tennis spielen.

Um die Gruppe der Erwachsenen bemühen sich die Vereine genauso wie um die Jugend. Die Erwachsenen sind die Hauptbeitragszahler; sie sind häufig die Initiatoren von Veranstaltungen, die im Klubleben unter der Überschrift „Geselligkeit“ die Mitglieder auch außerhalb des Tennisplatzes zusammenführen.

Neben „gewachsenen“ Mitgliedern gibt es viele Seiteneinsteiger aus anderen Sportarten. Fußballer z. B., die ab einem bestimmten Alter ihren Sport nicht mehr aktiv ausüben, sehen oft in Tennis eine sinnvolle sportliche Weiterentwicklung. Eigentlich gibt es für einen Einstieg in Tennis keine Altersgrenze; wer sich fit fühlt und etwas Ballgefühl hat, kann auch im fortgeschrittenen Alter an den Freuden und Leiden auf dem „roten Sand“ teilhaben. Zumeist überwiegt die Freude!

Die Vereine halten dafür allerlei sportliche und gesellige Angebote bereit: Teilnahme an der Meden-Runde, Teilnahme an der Hobbyrunde des HTV für diejenigen, die Kommunikation und Geselligkeit für wichtiger ansehen, als die verbissene Jagd nach Punkten, vereinsinterne Schleifchenturniere, Sommerfeste, Vereinsmeisterschaften und vieles mehr.

Wer Lust hat, diesen tollen Sport näher kennenzulernen (oder wieder aufzugreifen), sollte sich an einen der 27 Tennisvereine oder ein der Tennisabteilungen im Tenniskreis Darmstadt wenden und vielleicht nach einem „Schnupperkurs“ fragen.

Auf dieser Homepage des Tenniskreises finden sich weitere Informationen über Tennis und ein direkter Link zu „unseren“ Vereinen, zum Tennisbezirk, zum Hessischen Tennis Verband oder zum Deutschen Tennisbund. Den Starttermin muss aber jeder selbst entscheiden. Vielleicht ergibt sich daraus eine langjährige Bindung an einen Sport für Jung und Junggebliebene, an einen Sport, der auch im fortgeschrittenen Alter viel Freude bereitet, an einen Sport, der sich vom reinen Sommersport zum Ganzjahressport gewandelt hat, an einen Sport, der diejenigen, die ihn einmal begonnen haben, nicht mehr loslässt. Fangen Sie an!