Permanenter Dialog und die Zeit zu Schweigen

Hauptversammlungen sind Veranstaltungen, die einer gewissen Routine folgen. Man hat sie jedes Jahr. Man zählt mal mehr mal weniger Teilnehmern. Und man kann an der Teilnehmeranzahl ablesen, ob eine Wahl ansteht oder ein anderes spannendes Thema es auf die Tagesordnung geschafft hat.  Manchmal sind Jahreshauptversammlungen kontrovers, manchmal langatmig, gerne gesellig. Und sie sind Pflicht.
Weit mehr als eine Pflichtveranstaltung haben wir in diesem Jahr erlebt.

Jahreshauptversammlung

Nach einer bemerkenswerten Amtszeit – 20 Jahre! – eröffnete Karl-Heinz Holst seine letzte Jahreshauptversammlung als erster Vorsitzender des Tenniskreises Darmstadt. Wie gewohnt ging er dabei gleichermaßen verbindlich wie professionell zur Sache, so dass der erste Teil der Tagesordnungsroutine zügig abgearbeitet war.

Zur Routine einer Hauptversammlung gehört auch, dass sich Personen verändern und Ämter neu besetzt werden. Insgesamt 67 Jahre TK11-Vorstandserfahrung, verteilt auf nur vier Personen, gleichzeitig zu verlieren, ist aber doch etwas besonderes und durchaus einschneidend.

Jahreshauptversammlung

„Für mich beginnt nun, bezogen auf den Tenniskreis, die Zeit des Schweigens“, leitete der scheidende Vorsitzende den Rückblick auf seine Amtszeit ein, die vom permanenten Dialog mit den Mitgliedsvereinen und der guten, gemeinsamen Zeit mit seinem „tollen Vorstandsteam“ geprägt war. Die letzten Worte im Amt nutzte Holst um Ingeborg Cornelius Hansen nach 9 Jahren als Referentin für Schultennis (urlaubsbedingt in Abwesenheit) herzlich zu verabschieden, um Ursula „Ursel“ Schott höchste Anerkennung für 18 Jahren als Spielleiterin Jugend auszusprechen und um seinem Weggefährten über Jahrzehnte, Heinz Schwertner, für 20 Jahre kongenialer, freundschaftlicher Zusammenarbeit als zweiter Vorsitzender und Schatzmeister des TK11 zu danken.

Jahreshauptversammlung

Steffen Hahn, Vorsitzender des Tennisbezirks Darmstadt, überbrachte Dank und Grüße des Bezirks und unterstrich dabei die Bedeutung guter Arbeit in den Tenniskreisen, die das TK11-Team unter der Leitung von Holst als „Vorzeigekreis des HTV“ vorbildlich erledigt habe. Zum Wahlleiter bestimmt, übernahm Hahn dann die Aufgabe, nachdem die Frage nach Kandidaten für den ersten Vorsitzenden im Saal verneint war, den Bewerbungsbrief von Hartmut Neumann, Vorsitzender des TC Erzhausen, zu verlesen. Das Schreiben war überzeugend, so dass Neumann in Urlaubsabwesenheit einstimmig gewählt wurde. Was wiederum dafür sorgte, dass die Verabschiedungen, obgleich noch Lücken zu schließen sind, in guter Stimmung verlaufen konnten.

Das war bis zuletzt in dieser Form nicht zu erwarten. Mit langem Vorlauf hatten  Holst und Schwertner ihren Rückzug angekündigt. Trotz einer Vielzahl von intensiven Gesprächen, Aufrufen und Appellen und einer am Ende sogar flächigen und öffentlichen Kommunikation hatte sich bis wenige Tage vor der Jahreshauptversammlung kein Kandidat für den ersten Vorsitzenden gezeigt. Dass auf dieser wichtigen Position nun keine Vakanz entsteht, wirft nochmals ein Schlaglicht auf die entschlossene Zielstrebigkeit, mit der Karl-Heinz Holst seine Aufgabe ausgefüllt hat und ist ein gutes Signal für den Tenniskreis Darmstadt. Eine der ersten Aufgaben des neuen Vorsitzenden wird sein, die Lücken im Team zu schließen. Hilfe dabei, über ihre Amtszeiten hinaus, haben alle scheidenden Vorstandsmitglieder zugesagt.

Dank und Anerkennung für Eure Energie und Eure Hingabe, lieber Karl-Heinz, lieber Heinz, liebe Ursel und liebe Ingeborg!!!

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